In der Nacht war das Meeresrauschen sehr laut gewesen. Ich hatte einen entsprechend leichten Schlaf und träumte intensiv. Nachdem wir gestern unsere Mammutetappe bis Sonnenuntergang gefahren waren, ruhten wir uns heute im Zelt aus, schliefen lang und kamen nur sehr schleppend in die Gänge. Irgendwie hatte ich wegen der Temperatur keine Lust aufzustehen, denn 8:00 Uhr waren lediglich 13°C gewesen. Im Laufe des Vormittags schrieb ich also noch einige Postkarten im Zelt und wartete, bis die Sonne über den Berg gestiegen war. Der Himmel war azurblau und im Laufe des Vormittags stieg das Thermometer dann doch noch auf 26°C. Einziger Wehrmutstropfen war der heftige Wind, der es deutlich kühler erschienen ließ. Wir aßen im Vorzelt Frühstück und bauten das Zelt erst 11:45 Uhr ab. Dann schleppten wir das Gepäck über den Sand und bauten alles am Anfang des asphaltierten Weges auf die Räder. Kurz vor 12 Uhr starteten wir dann unsere letzte Etappe auf der „roten 200“.
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unser Zelt auf am mittelmäßigen Strand
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Mäfju auf dem Weg zum Traumstrand
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Der Verkehr war erfreulicherweise sehr dünn und Mäfju fand gleich zu Beginn ein gutes Tempo und machte vorne liegend ordentlich Druck (31 km/h Schnitt). Nach nur fünf Kilometern erreichten wir die Rivera di Soro. Es war eine Bilderbuchlandschaft mit Strandhafer, Windflüchter und einem tollen Sandstrand. Shit ... dachten wir uns. Wären wir gestern zehn Minuten länger gefahren, hätten wir die Nacht hier verbringen können. So hatten wir auf dem dreckigen Strand bei Eden Beach geschlafen. Mich tröstete der Gedanke, dass Glück und Pech bei solchen Zeltstellen immer eng beieinander liegen und wir auf dieser Tour auch sehr oft Glück gehabt hatten. Interessanterweise standen hier auch sehr viele nordafrikanische Nutten am Straßenrand und auffällig viele Männer fuhren alleine im Auto durch die Gegend.


Wir konzentrierten uns auf die Straße und folgten der „200“ bis nach Porto Torres. Kurz vor der Stadt stieg die Straße noch einmal deutlich an und wir kamen, kombiniert mit einem heftigen Gegenwind, ordentlich ins Schwitzen. Als wir die Stadt erreicht hatten, und den Windschatten von einigen Palmen und Häusern nutzen konnten, wurde unsere Fahrt wieder deutlich entspannter. Unser Ziel war nun der Supermarkt des Ortes. Einmal mehr steuerten wir einen der Kette „Conad“ an. Der Name war Programm und versprach eine große Auswahl und günstige Preise. Ich holte bei unserem letzten Einkauf dieser Tour die Lebensmittel (vorwiegend Brötchen, Käse und Joghurt). Mäfju beobachtete derweil die Nordafrikaner, wie sie ihre Ramschartikel vor dem Supermarkt verkauften. Ihre Kinder suchten nach vergessenen Euros in den Einkaufswagen. Als kleine Überraschung hatte ich acht Mini Magnum Duplikate gekauft, die wir sofort aufaßen, denn keiner von uns wollte, daß auch nur ein Eis in der Sonne zerschmilzt.
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Wind begelitet uns nach Porto Torres
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Conrad hat die Hände voll: letzter Einkauf auf der Tour
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Mit leicht vollem Magen machten wir uns dann auf die Suche nach einer Postfiliale, denn wir wollten noch fünf Briefmarken kaufen. Leider kamen wir 10 Minuten zu spät. Für uns war es nun Zeit, die Stadt zu verlassen, um dann in Richtung Flughafen zu fahren. Wir bogen hinter Porto Torres rechts ab und folgten einer kleineren Straße zu einem Industriegebiet. Vorbei an Wiesen und Hecken fuhren wir 20 Minuten durch die Landschaft. Bei einer Kreuzung fragte ich mich erstmals laut, ob wir richtig gefahren waren. Leider war dem nicht so und es stellte sich bei einem weiteren Blick auf die Karte heraus, daß wir uns um mehrere Kilometer verfahren hatten. Das war zwar ärgerlich, aber heute war unser letzter Tag und wir hatten noch genügend großen zeitlichen Puffer. So ließen wir uns die gute Laune nicht vermiesen und fuhren dann zum acht Kilometer entfernten Bucali und dann weiter auf der gelben Straße Richtung Argentiera / Palmádula. Nach weiteren 11,5 Kilometer ging es wieder nach Süden und endlich wieder in die richtige Richtung. Letztendlich betrug unser Umweg mehr als 12 Kilometer. Recht zügig ging es nun 10 weitere Kilometer nach Süden, wo wir an der Ausgrabungsstätte „Necropir Anghelu Ruiu“ 15:15 Uhr Mittag machten. Ich kaufte außerdem noch für meinen Vater ein Buch über die Nwagenkultur (die Ureinwohner der Insel). Gestärkt sind wir dann zum Flughafen Alghero gefahren und vollendeten nach mehr als 1200 Kilometer unsere Runde auf Sardinien. Da unser Flieger erst morgen früh 9 Uhr startete, suchten wir uns nun eine Zeltstelle in der Nähe. Wir hofften am Wasser etwas zu finden und rollten bis zum sechs Kilometer entfernten Meer. Am Abzweig Fertilia bogen wir Richtung Westen ab und fuhren zum „Beach Bombarde“. Vorbei an dem recht gut frequentierten Sandstrand schleppten wir unsere Räder über eine Felsformation um auf dessen Rückseite unbeobachtet unser Zelt zu errichten.
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verfahren: die Überlandsstraße nach Bucali
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Mäfju zeigt stolz seinen Sonnenabdruck
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18:30 Uhr stand es perfekt getarnt hinter hohen Sträuchern, an denen ich mir während des Aufbaus meine Beine schmerzhaft zerkratzt hatte. Der Himmel war wolkenlos und bemerkenswerterweise hatte es während unserer mehr als 56 stündigen Tour kein einziges mal geregnet (nur zweimal in der Nacht). Der Wind wehte nur noch mäßig und mit den letzten Sonnenstrahlen nahmen wir Abschied von einem tollen Urlaub, der uns wieder einmal zurück zur Natur führte und wir für kurze Zeit Abstand vom hektischen Studentenleben in Deutschland nehmen konnten.

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Statistik zum 15ten Tag
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Vormittag
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Nachmittag
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Tageskilometer
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76,78 km
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Gesamtkilometer
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1227,63 km
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Höhenmeter (gesamt)
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360 (11918) |
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Durchschnittsgeschwindigkeit
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22,94 km/h |
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reine Fahrzeit
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3:20:50 h
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Start
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11:45 Uhr
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Ziel
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16:50 Uhr |
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TopSpeed
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54,9 km/h
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Temperatur
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13 - 27 °C |
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Übernachtung
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am Spiaggia della Bombarde bei Alghero / Fertilia
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Übernachtungshöhe
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5 m über NN |
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Stärkungen (Conrad)
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4 Kinderriegel
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Trinken (Conrad)
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1,0 Liter Wasser
1,0 Liter Saft
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Ausgaben
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6 Euro für Essen + Trinken
10 Euro für Buch
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Tag 14 / Tag 16
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