Heute früh bin ich 7:15 Uhr aufgestanden. Der Sonnenaufgang vollzog sich gerade, und ich rannte zum Meer, um es fotografisch festzuhalten. Am Ende wurde es das beste Sonnenaufgangsbild dieser Tour. Nachdem ich noch einige Bilder gemacht hatte, zog es wieder zu, sodass ich Zeit hatte mir schon einmal, den weiteren Tourverlauf auf der Karte anzuschauen. Wie ich es Mäfju gestern versprochen hatte, bin ich dann noch einmal die fünf Kilometer nach Orosei gefahren, um dort Brötchen, Saft, Nutella und Obst zu holen. Auf dem Rückweg verlor ich noch meine Kamera im Sand ... aber fand sie nach ein paar Minuten Suche zum Glück wieder.
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unsere Bucht am Morgen
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gut getarnt mit weichem Untergrund
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9:15 Uhr gab es Frühstück. Mäfju hatte noch Musik gehört und konnte sich somit direkt aus dem Zelt zum Essen bewegen. Jetzt war wieder herrlicher Sonnenschein und da wir gestern so lange gefahren waren (126 km), ließen wir es heute extrem ruhig angehen. So hatten wir auch Zeit, uns zum ersten mal seit vier Tagen wieder zu waschen. Wir starteten dann mit der größten Mittagshitze 13 Uhr. Gestern hatte ich meine Sandale verloren, und so baute ich mir aus einer Plastikflasche einen neuen Schuh.
Meine Konstruktion erwiese sich aber bereits nach einigen Minuten als wenig brauchbar, und so stieg ich wieder auf meine warmen Turnschuhe um. Die ersten Kilometer fuhren wir über Schotterpiste, um zur roten 125 zu gelangen. Wir hatten schon befürchtet, dass sie stark befahren sein würde, dem war aber nicht so, und die Fahrt machte richtig Spaß.
grenzenlose Freude: Conrad kommt mit frischen Brötchen |




Auf dem Weg zum 249 Meter hohen Punta s`Abilinu wurde das Wetter merklich schlechter. Dunkle Wolken hingen links der Straße in den Bergen. Mit 18°C war es auch etwas frisch geworden. Im Vergleich zu gestern waren aber alle heutigen Anstiege äußerst moderat, und so wurde die Etappe deutlich entspannender. Wir spulten Kilometer um Kilometer ab und bekamen in Abständen Gegenverkehr von Inlineskatern. Insgesamt war die 125 äußerst angenehm zu fahren. Nach 25 Kilometern bogen wir nach rechts auf die gelbe Straße Richtung la Caletta ab. Heute hatte Mäfju großen Hunger, und so versuchten wir, eine Pizzeria in la Caletta zu bekommen. Leider vergebens: selbst in diesem größeren Ort, und so viele Ortschaften gab es nicht in auf den nächsten Kilometern. Einmal mehr hatten alle Mittagspause. So aßen wir dann an einem alten punischen Wachturm Mittag am Meer.
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die sanften Hügel an der Ostküste
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Rast am punischen Wachturm
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Es gab Brötchen mit Fischbüchse und Nutella, weil der Aufstrich knapp wurde (normalerweise hatten wir Nutella sonst nur früh gegessen). Hätten wir vorher gewusst, dass es in la Caletta nichts zu beißen geben würde, dann hätte es auch einen schönen Strandabschnitt bei sa Petra Ruia (vier Kilometer südlich) gegeben. Wir rollten dann weiter nach Posada. Der Ort hatte eine sehenswerte Burg zu bieten. Wir hatten jedoch keine Lust, die 50 Höhenmeter zum Castello della Fava zu fahren, und fuhren weiter. Die 10 Kilometer bis nach Budoni war es sehr flach, und wir kamen zügig voran.
nicht traurig sein: gleich gibt es Mittagessen |
Mäfju holte im Ort etwas zu essen. Der Laden war überteuert, und die Brötchen waren nur abgepackt. Trotzdem schmeckte uns die kalte Cola: immerhin die erste seit drei Tagen. Ich holte noch ein paar Postkarten, auch wenn die Motive leider nur mittelmäßig waren. Aber irgendwann muss ich ja mal anfangen zu schreiben. Hinter Budoni wurde es etwas hügeliger, und wir sahen zum ersten mal seit unserem Zwischenstopp vor 23 Kilometern das Meer. Bei den Anstiegen von mehr als 100 Höhenmetern kamen wir ordentlich ins Schwitzen. Es war zwar immer noch bedeckt, aber mit 23°C nicht kalt. Mäfju merkte sein Knie wieder. Bei mir läuft es heute sehr gut. Bei der Abfahrt von San Teodoro hatte man schon einen ersten Ausblick auf die Isola Tavolara: eine krasse Insel, die nur 5 x 2 Kilometer groß, aber dafür 565 Meter hoch war. Auf der Insel gab es einige Höhlen, und 70 % war militärisches Sperrgebiet. Vom Porto Istana gab es sogar eine Fährverbindung. Da diese nicht in unseren Karten verzeichnet war, können wir aber nicht sagen, ob die Insel ausschließlich für das Militär zugänglich ist. In San Teodoro kaufte ich noch einmal viel Obst und Fischbüchsen. Dann ging es erneut auf die rote 125, die hier wegen der geringen Entfernung (36 km) zur Provinzhauptstadt Òlbia stärker befahren war. In dieser Gegend wollten wir nun zelten. Wir bogen bei Vaccileddi rechts ab und folgten der Straße Richtung Meer. Leider war alles zugebaut. Um einen besseren Überblick zu erlangen, arbeiteten wir uns noch eine 16% Rampe auf einen 108 Meter hohen Hügel hoch. Das brachte uns zwar noch einmal Höhenmeter (und wir hatten die 9000 Marke geknackt), aber auch von hier oben konnten wir keinen Platz zum Zelten finden. Wir drehten um und fuhren weitere fünf Kilometer auf der 125 nach Norden. In 45 Minuten war Sunset, und es machte eigentlich keinen Sinn, weiter nach Norden zu fahren, denn je näher wir nach Òlbia kamen, desto geringer war die Chance, eine freie Wiese zu finden. Wir nahmen dann den nächst besten Abzweig. Der Porto San Pàolo war ausgeschildert. Bei diesem kleinen Hafen gab es noch einen Parkplatz und rechter Hand einen Schotterweg durch eine Strauchlandschaft. Ich bin den Weg abgefahren und fand an dessen Ende eine kleine Bucht mit feinem Sandstrand. Begeistert fuhr ich zurück und holte Mäfju. Auch er war gleich angetan, und so entschieden wir einstimmig, hier zu bleiben. Heute hatten wir etwas mehr Zeit in die Suche investiert, aber am Ende war das Ergebnis den Aufwand wert. Zudem hatten wir fast 90 Kilometer geschafft und einen tollen Blick auf die schroffe Isola Tavolara. Nachdem wir gegen 21 Uhr Abendbrot gegessen hatten, zeigte mein Thermometer nur noch 11°C. 22:30 Uhr schliefen wir dann mit leichtem Meeresrauschen ein.

wie man zu dieser Zelstellte kommt erfahrt ihr hier: klick
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Statistik zum 11ten Tag
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Vormittag
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Nachmittag
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Tageskilometer
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93,48 km
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Gesamtkilometer
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897,72 km
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Höhenmeter (gesamt)
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572 (9114) |
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Durchschnittsgeschwindigkeit
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17,35 km/h |
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reine Fahrzeit
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4:17:42 h
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Start
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13:00 Uhr
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Ziel
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19:00 Uhr |
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TopSpeed
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52,2 km/h
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Temperatur
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13 - 25 °C |
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Übernachtung
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Porto San Paolo mit Blick auf die Isola Tavolara
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Übernachtungshöhe
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1 m über NN |
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Stärkungen (Conrad)
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1x Mars
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Trinken (Conrad)
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1,0 Liter Wasser
0,8 Liter Cola
1,0 Liter Saft
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Ausgaben
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16,30 Euro Essen + Trinken |
Tag 10 / Tag 12
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