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Tag 5: 23.03.2005: 13 % und die Wiese voller Mücken
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Heute morgen wachte ich wieder einmal 6:15 Uhr auf. Da die Sonne noch nicht über den Bergen aufgezogen war, schlief ich noch ein wenig und stand dann erst 7 Uhr auf. Ein Hirte trieb gerade seine Ziegen am gegenüberliegenden Hang voran. Nachdem das Geläute ihrer Glocken außer Hörweite, war zwitscherten wieder die Vögel. Welch ruhiger Morgen! Hinzu kommt noch das Spiel der Wellen und ein fast wolkenloser Himmel. Mäfju kam dann 8 Uhr aus dem Zelt und wir aßen Frühstück. Bereits jetzt war es richtig heiß und wir konnten uns erneut sonnen. Wir hatten immer noch Sonnenbrand vom ersten Tag, aber es wird von Tag zu Tag immer besser. 11 Uhr hatten wir das Zelt abgebaut und wenige Minuten später kam die Polizei also noch einmal Glück gehabt. Zwar hatten die Radfahrer von gestern gemeint, das es Ok wäre, wenn man nicht zum Dauercamper wird, aber so hatten wir auf jeden Fall den Stress umgangen. Zu Beginn ging es erst einmal aus der Cala zurück zur Straße. Dort angekommen, wurde es richtig steil. Heute hatte ich das Zelt und musste mehr arbeiten, was aber nur fair war, denn Mäfju hatte bei der harten Etappe von gestern das Zelt schleppen müssen. An einigen verlassenen Minengebäuden vorbei stieg die Straße mit 10% an.
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unsere Räder am Monte San Pietro
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Conrad arbeitet sich den 13% - Anstieg hoch
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Jetzt hieß es, Zähne zusammen beißen und hoch arbeiten. Mäfju war am Ende eine gute Minute schneller als ich oben. Glücklicherweise war der Verkehr sehr gering, nur leider bestand die Vegetation zum Großteil aus Sträuchern, was nicht besonders abwechslungsreich war. Die Sonne brannte dafür ziemlich stark vom Himmel. Beim Monte Guardianu-Pass angekommen, waren wir fast auf 500 Meter das bedeutete 500 Höhenmeter innerhalb von einer Stunde am heutigen Tourstart. Auf der anderen Seite des Berges konnten wir nun wieder runter fahren. Bei der durchschnittlich 13%-Abfahrt (an manchen Stellen sogar bis zu 21%) ließ es Mäfju ordentlich krachen und erreichte einen TopSpeed von 77,3 km/h. Etwas enttäuscht, nicht die 80 geschafft zu haben, war es dennoch seine höchste Geschwindigkeit auf unseren Touren. Ich hatte zur Vorsicht zum ersten mal meinem Helm aufgesetzt, obwohl er bei solchen Geschwindigkeiten kaum genützt hätte.
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am Guardianu-Pass angekommen
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serpentinenreiche Abfahrt zum Pan di Zucchero
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HARIBO: die Nahrung der Sportler
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für einen Moment zu viert:wir treffen zwei Tourradler
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Nach der serpentinreichen Abfahrt kam der Zuckro-Berg. Diese Insel erinnerte mit ihrer Form an den Zuckerhut in Brasilien und hätte ein tolles Fotomotiv bedeutet. wenn der Himmel nicht so milchig zugezogen wäre. Trotzdem war es richtig warm. Mit den letzten Wasserreserven fuhren wir dann nach Nèbida. Hier sahen wir auch zwei Tourenradler am Rand pausieren. Wir kauften im örtlichen Tante-Emma-Laden viel Obst, Wasser und Brötchen und machten uns auf den Weg. Bei der Abfahrt zum Meer holten wir die Tourenradler aus Nèbida erneut ein. Diesmal hielten wir bei ihnen und führten ein kurzes Gespräch. Sie waren am selben Tag wie wir gestartet, nur mussten sie wegen einer Verabredung am Ostersonntag nun durch das Inselinnere abkürzen. Sie konnten unser Tempo jedoch nur einige Minuten mit halten und dann waren wir wieder allein. Unser nächstes Ziel war der Hafen von Porto Scuso. Von dort aus wollten wir auf die kleine Nachbarinsel von Sardinien übersetzen. Dazu mussten wir auf die rote 120 fahren, was wegen des Verkehrs ziemlich nervig war. Zum Glück konnten wir jedoch nach drei Kilometern auf eine gelbe Straße ausweichen, auf der wir trotz eines nur moderaten Anstiegs von 80 Höhenmetern ordentlich ins Schwitzen kamen. Noch immer war der Himmel bedeckt, aber es waren 26°C. Den Hafen hatten wir bereits aus der Entfernung wegen seiner qualmenden Schornsteine erkannt. Der richtige Pier war dann auch schnell gefunden, nur leider fuhr unsere Fähre gerade ab. Wir sind zum Ticketladen und bekamen durch Handzeichen (mangels Sprachkenntnisse) vermittelt, dass die nächste Fähre 14:30 Uhr fährt. Das sind 45 Minuten Wartezeit, die wir am dreckigen Hafenstrand mit einer Mittagspause überbrückten.
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lecker! eine Banane am Hafenstrand
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kleine aber fein: unsere Fähre nach San Pietro
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der Reruch des Sportlers: um uns herum war alles frei
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auf der Viva de Roma in Carloforte
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Die 30minutige Überfahrt kostete uns lediglich 3,20 Euro (inklusive Rad). Wir machten unsere Räder fest und setzten uns dann rein weil draußen ein kalter Wind wehte. Etwa 100 Menschen fuhren mit uns zur Isola di San Pietro, wobei erstaunlich viele per pedes unterwegs waren (es war kein weiterer Tourenradler dabei). 15:20 legten wir dann auf der kleinen Insel an. Die Häuser entlang der Hafenpromenade waren restauriert, bunt angestrichen und die Insel gefiel uns auf Anhieb. Wir informierten uns als erstes, wann die Fähren weiter nach San`t Antiacco fahren. Die letzte legte bereits in zwei Stunden ab. Morgen früh startet die nächst günstigste 9:40 Uhr. Wir rollten los und kamen (durch den Handwink einer älteren Frau) gleich durch die Viva de Roma eine alte Straße mit vielen gut erhaltenen Fassaden. Die engen Seitenstraßen mit der über die Gassen gespannte Wäsche war auch sehenswert. Nachdem ich ein paar Fotos gemacht hatte, rollten wir zum Capo Sandalo, wo ein Leuchtturm den westlichsten Punkt der Insel markiert. Die Straße stieg 150 Höhenmeter und wir kamen bei den 25°C ordentlich ins Schwitzen. Im permanenten Wechsel aus kleineren Anstiegen und Gefällen ging es dann weiter. Diese Inselecke war ziemlich dünn besiedelt und auf dem Weg lagen nur sieben verstreute Häuser und eine Ansiedlung von 15 Sommerhütten. Zudem sahen wir nur noch zwei Autos. Am Leuchtturm angekommen, wurde uns der Zutritt aufgrund einer militärischen Sperrzone verwehrt. Alles in allem war es nicht wert gewesen, hier her zu fahren, aber so hatten wir zumindest den westlichsten Punkt unserer Tour 16:31:00 Uhr erreicht. Ich machte noch ein Foto (was aufgrund des milchigen Himmels misslang) und dann drehten wir wieder um. Nun versuchten wir, eine Zeltstelle zu finden, was gar nicht so einfach war, denn der Untergrund war sehr steinig, bot wenig Erde und es gab viele Sträucher und Büsche. Zwei einladende Wiesen am Wegesrand waren eingezäunt und die Besitzer der sich unmittelbar anschließen Häuser waren noch nicht zu Hause, sonst hätte ich sie gefragt. Mit dem fünften Anlauf fanden wir endlich eine kleine Wiese neben der Straße. Wir mussten unsere Räder und das Gepäck über die Leitplanken heben.
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am Capo Sandalo gab es keine gute Zeltstelle
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Mäfju trägt unsere Sachen zur Mücken - Wiese
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Bei einer näheren Besichtigung stellte sich heraus, dass die Wiese ein halber Sumpf war und es vor Mücken nur so wimmelte. Zum Glück hatte ich noch Anti-Mücken-Deo aus Schweden mit. Zudem zogen wir unsere langen Sachen an und bauten das Zelt auf. Nur vereinzelt fuhren Autos vorbei. Es war noch immer mild (18°C) aber trotzdem verkrochen wir uns wegen der Mücken bereits 19 Uhr im Zelt. Diesmal bestand unsere Abendbeschäftigung aus lesen, quatschen und essen. 22 Uhr waren legten wir uns schlafen. Noch immer waren 17°C und ich konnte das erste mal mit T-Shirt schlafen.
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Statistik zum 05ten Tag
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Vormittag
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Nachmittag
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Tageskilometer
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57,68 km
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Gesamtkilometer
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340,46 km
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Höhenmeter (gesamt)
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927 (3406) |
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Durchschnittsgeschwindigkeit
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16,10 km/h |
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reine Fahrzeit
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3:34:12 h
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Start
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11:00 Uhr
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Ziel
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17:30 Uhr |
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TopSpeed
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77,3 km/h
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Temperatur
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8 - 30 °C |
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Übernachtung
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Isola San Pietro
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Übernachtungshöhe
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144 m über NN |
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Stärkungen (Conrad)
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1x Mars
1/3 Tüte Haribo
1 Stange Dextro
1/2 Minzschokolade |
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Trinken (Conrad)
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3,0 Liter Wasser
1,0 Liter Cola
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Ausgaben
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3,5 Euro für Essen + Trinken
3,2 Euro Fähre
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Tag 4 / Tag 6
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